February 26, 2008

'They Didn't Bother to Hang Me'

Auf einer Autofahrt neulich legte ich die kürzlich erworbene CD "Shake These Blues" aus der Reihe "I heard it on NPR" ein. (Für alle Nicht-Eingeweihten: NPR ist ein amerikanisches Radiosender-Netzwerk mit hervorragendem Programm.)

Einen Titel möchte ich unserer verehrten Leserschaft besonders ans Herz legen, und zwar die Nummer sechs auf der CD -- "My Soul's in Louisiana" von einem sehr interessanten Herren namens Otis Taylor.

Also, auf zu iTunes und runterladen die Nummer. Wer dem Gaul erstmal ins Maul schauen will, kann sich beim oben genannten NPR-Link ein paar Sekunden anhören.

Posted by Chefredaktion at 11:14 AM | Comments (0)

February 15, 2008

Flucht in die Satelliten-Vorstadt

Das Pentagon kündigte gestern an, einen seiner kaputten Spionage-Satelliten der auf die Erde zutrudelt per Rakete abzuschießen. Zu dem Zweck geht eine Gruppe von drei Navy-Kreuzern des Typs „Aegis“ an einem geheimen Ort irgendwo auf den Meeren in Stellung. Eine Rakete namens „Standard Missile-3“ wurde, laut Pressekonferenz gestern, mit Hilfe von NASA-Wissenschaftlern eigens für den Abschuss von einem der Schiffe umgerüstet. Die Geschosse sind eigentlich für den Abschuss anfliegender, feindlicher Raketen gedacht.

Die Washington Post berichtet, dass der kugelförmige Brennstofftank des busgroßen Satelliten den Beamten im Weißen Haus und Pentagon angeblich die meisten Kopfschmerzen bereitet. Der im Durchmesser 40 Zoll große Tank mit dem giftigen Raketentreibstoff „Hydrazine“ werde beim Eintritt in die Erdatmosphäre vermutlich nicht verglühen, hieß es bei der Pressekonferenz im Pentagon.

Sollte der giftige Stoff in einem besiedelten Gebiet auf der Erde landen, könnten die austretenden Gase in einem Umkreis von zwei Fußball-Feldern zu Gesundheitsschäden führen, sagten die Verteidigungs-Beamten.

Der Spionage-Satellit gehört dem überaus geheimniskrämerischen „National Reconnaissance Office“, was soviel heißt wie „Bundesaufklärungsbüro.“ Die Damen und Herren dort kontrollieren die Armada der U.S. Spionagesatelliten, die gerade das Etikett auf unserer Bierflasche fotografieren.

Sorgen, dass sich Hunderte von chinesischen Spionen über die Überreste des Satelliten hermachen wenn das Teil im Reich der Mitte aufklatscht, haben die Amerikanischen Beamten laut Washington Post nicht. Außer dem Tank werde alle andere Elektronik restlos verbrennen, heißt es in einem Bericht von heute Morgen.

Als Laien vermuten wir, dass sich von dem was von einem solchen Satelliten eventuell auf der Erde übrigbleibt, Schlüsse darüber ziehen ließen, was genau das Teil beobachten sollte.

Sollte der Satellit seine Augen auf unser Haus gerichtet haben, würde er am 1. März sehen, wie dort ein Miet-LKW vorfährt in den wir unseren Hausrat verfrachten.

Nach nur fünfeinhalb Monaten ziehen wir aus unserem schnuckeligen Reihenhäuschen in Baltimore schon wieder aus – und zwar fluchtartig.

Unsere asozialen Nachbarn sind immer laut, schreien sich an und haben ständig alle Fernseher in Rekordlautstärke auf Talkshows an.

Wir ziehen gut 10 Meilen weiter nach Norden, gerade aus der Stadtgrenze Baltimore heraus, in den Vorort „Timonium“.

Allein, der Satellit des National Reconnaissance Office war schon seit Jahren ein funktionsunfähiger Brocken Elektroschrott. Er hatte sich nach seinem Abschuss ins All im Jahre 2006 gar nicht erst mit „All systems go“ zum Dienst gemeldet.

Posted by Chefredaktion at 9:34 AM | Comments (2)