February 25, 2007

Neues vom Doktor

Die Gattin hat -- hochschwanger -- die letzte Hürde ihres Studentinnen-Daseins genommen; ab Mittwoch letzter Woche ist ihr der Doktortitel gewiss. An dem Tag musste Sie sich ein letzes Mal dem Kreuzverhör eines Professoren-Kommittees aussetzen. Die gaben nach kurzem Beraten grünes Licht: "Bestanden." Jetzt muß sie noch ein paar Kleinigkeiten an der Doktorarbeit glattfeilen und im Mai das Zeugnis abholen. Wir sind ein bischen stolz.

Derweil spielt das Wetter hier in Washington verrückt. Gestern waren es noch -28°C, heute scheint die Sonne bei frühlingshaften 16°C. Gern würden wir bei solchen Temperaturen den neuen Kinderwagen auf eine Probefahrt mit hinaus nehmen. Doch noch ist ein wenig Geduld angesagt.

Mittlerweile ist die Gattin im letzten Schwangerschaftsmonat, und der Bauch nimmt beträchtliche Ausmaße an. Ein Routine-Besuch beim Arzt letzte Woche stellte fest: Der Kleine liegt zwar noch schräg im Bauch, aber das Köpfchen zeigt nach unten.

Posted by Chefredaktion at 1:29 AM | Comments (0)

February 1, 2007

Winter in Deutschland fällt aus

Von Arno Breulmann

Von allen Seiten bekommt man in Deutschland momentan die neuesten Studien vorgehalten und es scheint, als sei der Klimawandel aus dem kollektiven Unbewußten langsam ins kollektive Großhirn vorgedrungen. Sogar in Kalifornien scheinen die Dinge in Bewegung zu kommen, mal europäisch-chauvinistisch gesprochen.

Vielleicht ist der Weg ins kollektive limbische System (zu deutsch "vom Wissen zum Handeln") nun auch nicht mehr so lang.

Da die Zeiten anscheinend vorbei sind, in denen man mit Mundtuch auf die Barrikaden sprang, und da ja das Motto "think global-act local" auch in vielen Großhirnrinden Einzug gehalten hat, müssen wir wohl oder übel bei uns selber anfangen, d.h. eigentlich, krafstoffsparende Autos zu fahren, diese am Besten auch mal stehen zu lassen und vielleicht nicht unbedingt jeden Monat für ein Wochenende nach Mallorca zu fliegen.

Kann der russische Präsident noch beruhigt behaupten "zwei oder drei Grad" seien für Russland kein Schaden -- "dann wird halt weniger Pelzmantel gekauft und mehr Getreide geerntet" -- gestaltet sich diese farbenfrohe Zukunftsgestaltung an der deutschen Nordseeküste schon schwieriger; von Holland mal zu schweigen, und da gibt es ja genug, die der Ansicht sind, um die sei es eh nicht Schade.

Egoistisch-sentimental wie ich leider bin, fällt mir primär das Fehlen eines Winters auf, bedenkenswert, dass meine dreijährige Tochter Schnee nur auf Ausflügen ins Sauerland kennenlernt. Und das wird sich wohl auch nicht mehr großartig ändern.

Außer wir ziehen nach Rußland.

Posted by Chefredaktion at 12:55 PM | Comments (1)