November 9, 2006

Washington's Wende

Das amerikanische Repräsentantenhaus -- vielleicht auch der Senat -- sind wieder in der Hand der Demokraten; Rumsfeld packt die Koffer. Werden die Amis nun dem International Strafgerichtshof beitreten und das Kyoto-Protokoll unterzeichnen, und werden sich die GIs Blumen ins Haar stecken und Amerika die Völker der Welt friedlich vereinen?

Nein.

Dennoch, eine Wende zeichnet sich ab. Man könnte sagen, die Riege der selbsternannten Weltherrscher à la Dick Cheney und Karl Rove knickt ein. Gehen außer Rumsfeld noch weitere Spitzenbeamte? Rove, vielleicht? Oder der Chef des militärischen Geheimdienstes, Stephen Cambone?

Prognosen sind derzeit schwer, wie ich gestern erfahren mußte. Ein deutscher Journalist fragt mich aus heiterem Himmel wie lange ich glaube, daß Rummy sich noch halten kann.

"Rumsfeld bleibt," antworte ich überzeugt.

"Rumsfeld geht," sagt Bush keine halbe Stunde später.

Morgen suche ich mir einen Job als Taxifahrer.

Posted by Chefredaktion at 8:45 AM | Comments (0)

November 2, 2006

Psst . . . Schon gehört?

Als Schreiberling zum Thema "National Security" in Washington braucht es vor allem eines: Diskretion. Deshalb geht es in der Capital Morgenpost zumeist um eher unblutige Themen, obwohl es diesen Reporter bisweilen in den Fingern juckt, die saftigen Details so mancher Recherchen offenzulegen. Was am Ende dabei Druckreifes herauskommt, ist meist weit weniger reisserisch -- schließlich geht es uns um Nachrichten, und nicht um Meinungsmache.

Ausserdem: Privates und Berufliches soll man bekanntlich nicht vermischen.

Seit neuestem arbeiten wir deshalb an einem Ableger der Capital Morgenpost, wo sich Verrückte, Arbeitslose und Nerds die gesammelten Stories vom Kriegsschauplatz Washington reinziehen können, mit denen wir unsere Bagels verdienen.

Wie diese neue Ausgabe heißen soll, ist noch nicht entschieden. Namensvorschläge nehmen wir gern entgegen. Diskretion garantiert.

Posted by Chefredaktion at 2:27 PM | Comments (2)