Ein hinterlistiger Grippevirus hat sich dieser Tage in unserem ausgemergeltem Leib eingenistet. Noch vor ein paar Tagen hatten wir achtundvierzig Grad Fieber, dass es im Kopf nur so raschelt. So blieb uns nichts anderes uebrig, als den Tag krank zu feiern. Was den Fernseher dazu befaehigte, ohne Unterlass die Praesidenten-Festivitaeten in unsere fiebrige Hirse zu ballern. Doch irgendwann ist selbst das zaeheste Fieber-Hirn der Marschmusik, Soldaten und Platitueden ueberdruessig. Wir schalteten auf die Teletubbies um und schliefen fortan selig.
Was wir nicht sehen konnten, waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um unser Wohnviertel. Der geneigte Leser muss wissen, dass wir nur ein paar Blocks von der Pennsylvania Avenue entfernt wohnen; der Strasse der Parade also. Flinke Sicherheitskraefte hatten zwei Tage vorher damit begonnen, ueberall um unser Haus herum Zaeune, Betonbloecke und Strassensperren einzurichten. Vermutlich wollten die Veranstalter sichergehen, dass die Feierlichkeiten nicht durch einrueckende feindliche Panzerdivisionen gestoert werden. Das ist gelungen. Panzer gab's keine. Bush ist fuer weitere vier Jahre am Ruder. Und wir sind auf dem Weg der Besserung.
Allen ein frohes neues Jahr!