Nun, da ich mich in ein paar Tagen wieder an deutschen Koestlich- und Annehmlichkeiten weiden werden, stelle ich mir schon die Frage, was ich alles wieder nach Amerika zuruecknehmen soll.
Toppits Backpapier, zum Beispiel, -- und zwar das mit dem Wabenmuster -- hat sich in meiner amerikanischen Kueche als echter Tausendsassa erwiesen, den es hier in der Form nicht gibt. Ausserdem fehlen uns in der nordamerikanischen Diaspora Oral-B mittelweiche Zahnbuersten, Nivea Pflegeprodukte fuer mein knabenhaftes Antlitz, sowie diverse Suessigkeiten von Katjes und Haribo.
Gestern noch haette ich mindestens zweiundreissig weitere Sachen nennen koennen, doch mein dumpfer Verstand hat schon auf Vergessen umgestellt. Weshalb ich mich ueber weitere Tips sehr freuen taete.
In ein paar Tagen ist es soweit: Nach eineinhalbjaehriger germanischer Abstinenz werden Amber und ich am Samstag fuer einen Kurzbesuch auf deutschem Boden landen. Knapp eine Woche werden wir dann den deutschen Feierlichkeiten des Weihnachtsfestes froenen -- inlusive sechzehn Hektolitern Bier.
Was mich zu einer amusanten Anekdote meiner unbeschwerten Jugend bringt, die mich auch heute immer noch zum Kichern bringt: Ich muss wohl so etwa neunzehn gewesen als ich mir eines kuehlen Weihnachtsmorgens gewahr wurde, dass ich vergessen hatte, fuer meinen Vater ein Weihnachtsgeschenk zu prokurieren. Gleich kam mir eine zuendenen Idee, wie ich ihm so auf die schnelle noch eine riesige Freude bereiten konnte: Mit einer grossen Holzaxt. Fuer den Kachelofen. Oder besser: Fuer zum Holz-Spalten.
Also, schnell in den Baumark gefahren, drei Meter grosse Axt aus dem Regal gehievt, ab in den Einkaufswagen damit, und an der Kasse aufs Laufband gewuchtet. Sagt der Herr hinter mir nur trocken: "Na dann, frohe Weihnachten!"
Ebenso.
Schon seit ein paar Wochen geht es hier bei der Morgenpost ungewohnt ruhig zu. Dennoch tut sich hinter den Kulissen einiges. Wer's noch nicht mitbekommen hat: Ich habe Anfang Oktober als Reporter bei einem Fachblatt fuer amerikanische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik angeheuert. Jetzt, wo sich die Lernkurve langsam etwas glaettet, komme ich hin und wieder vor abends halb acht nach Hause. Trotz der vielen Arbeit: Das ganze macht ungemein Spass.
Darueber hinaus bin ich nun schon seit ein paar Wochen zu Hause ohne Internet. Nachdem ich mein schoenes Gentoo Linux-System eines Tages so unendlich praezise konfiguriert hatte, dass ich schliesslich neu formatieren musste, bastle ich an einem neuen System. Mit Gentoo gebe ich mich allerdings nicht mehr ab. Seit ein paar Tagen probiere ich das neue Fedora Core III aus.
Bis die Tage.