August 22, 2004

Auktionen, und ein gesunder Appetit

Eigentlich ist es nicht unsere Art, den Lesern dieses bescheidenen Pamphlets die Groteskereien des Internets feilzubieten. Heute machen wir eine Ausnahme. Zum einen haben es uns die beiden folgenden Seiten -- jede auf ihre Art und Weise -- einigermassen angetan, und zum anderen haben wir dieser Tage nichts wirklich lesenswertes zu sagen.

Wir wünschen einen guten Wochenanfang.

Posted by Chefredaktion at 11:39 PM | Comments (2)

August 19, 2004

Was uns in der Wiege fehlte

"Einigkeit und Recht und Freiheit"? Nix da! In Athen trällert man zumeist "Oh say can you see" oder 起来!不愿作奴隶的人 auf dem Treppchen. Bei den Olympischen Spielen haben die Deutschen Athleten bislang wenig zu melden. Kürzlich sahen wir einen Schwimmwettkampf im TV, bei dem von acht Schwimmerinnen immerhin zwei Deutsche dabei waren. Sie wurden siebte und achte. Auf amerikanische Fragen, warum denn die Deutschen im Schwimmen so schlecht seien, habe ich mir inzwischen eine überaus plausible Antwort zurecht gelegt: Wir haben keine Küste. Das Argument ist zwar substantiell in einigen Punkten durchaus anfechtbar, das wissen hier aber die wenigsten. Warum wir im Turnen keine Chance haben? Der Deutsche an sich wird bereits mit schlimmem Hüftleiden geboren. Boxen? Wir Deutschen sind ein friedliebendes Volk. Beach Volleyball? Siehe Punkt eins. Softball? Bitte-was Ball?

Was ist mit Schiessen? Nun ja.

In einigen Sportarten macht uns so leicht niemand etwas vor. Zum Beispiel dem Synchronspringen. Da mussten sich die Deutschen nur den Griechen geschlagen geben. Wir haben uns gefragt, was nun einen guten Synchronspringer ausmacht. Oder genauer gefragt: Muss man als Synchronspringer schwimmen können? Für Nichtschwimmer unter den Synchronspringern gäbe es ja immer noch den Partner, der einen nach dem Eintauchen schnell retten könnte. Hmm...

Posted by Chefredaktion at 1:45 PM | Comments (1)

August 6, 2004

Welcome back, Ess-Zett

Die deutsche Rechtschreibreform ist Geschichte. Wie SPIEGEL-Verlag und Axel Springer AG heute bekanntgeben, werden die beiden Medienhäuser ab sofort wieder die "alte" Rechtschreibung benutzen. Sie folgen damit dem Beispiel der FAZ, die ihrerseits das Experiment der "neuen" Rechtschreibung in ihrem Blatt bereits nach kurzer Zeit revidiert hatte. Als Grund nennen SPIEGEL und Springer ein unüberschauberes Durcheinander der beiden Rechtschreibstile, das dazu geführt habe, dass so ziemlich niemand mehr genau weiss, wie man denn was schreibt.
Wir persönlich hatten vor allem Probleme mit den neuen Regeln des Zusammen- bzw. Getrenntschreibens. Beispiel: Im ersten Satz dieses Eintrags steht das Wort bekanntgeben. Wir sind nicht wirklich sicher, ob das so richtig ist.

Wie dem auch sei. So aus der Ferne betrachtet haben wir im Augenblick ganz andere Sorgen, alldieweil unsere neue Heimatstadt derzeit mit ihren Strassensperren und Checkpoints eher an Beirut erinnert. Dennoch sehen wir die Entwicklung in Deutschland mit Freude. Jetzt muss nur noch ein offizielles Dekret das endgültige Ableben der Sprachreform schlussendlich besiegeln. Und wir sollten uns dringend einen neuen alten Duden zulegen.

Posted by Chefredaktion at 10:40 AM | Comments (0)