While we are at it, here's another little piece from the Washington Post today:
Who is more likely to
go negativeon an opponent's character in a a presidential campaign? A new study suggests it is the Republicans.The study by University of Missouri professor William L. Benoit, found that during much of the last half-century, Republican presidential candidates have aimed a larger proportion of their attacks at their opponents' character - their honesty, integrity, leadership skills - than their Democratic rivals.
Benoit found that in television campaign ads aired between 1952 and 2000, for example, GOP candidates focused 44 percent of their attacks on such personal issues. Democrats did so about 33 percent of the time.
The remainder - a majority for both parties - of attacks were based on policy differences.The last election showed a striking disparity. In 2000, the Bush campaign focused 43 percent of its attacks on Al Gore - in television ads, debates and speeches - on issues of character, while former vice president devoted 16 percent of his attacks to such issues.
The study is based on sampling of campaign television ads, direct mail, convention speeches and general election debates. Benoit said he did not examine the entire record - or even necessarily a representative sample - because many of those ads and mailings have not survived over the years.
But Benoit said it was the largest-ever study of its kind and one that may have some bearing on this years's election.
No crystal ball is perfect, but based on the past performance of presidential candidates, including President Bush's 2000 campaign messages, it seems likely that the Republicans will attack more on character than Democrats, he said.
The White House comments: Science, Schmience. Plus, this guy's name sounds suspiciously French.
The Washington Post writes today:
Campaign officials [for Bush's reelection campaign] said in interviews that they plan substantialRight on! Let's talk space travel here, guys. But seriously: while thepositiveadvertising about the president, focused on his proposals rather than his accomplishments, [...].
accomplishmentsare rather meagerly sowed, we will see the GOP not only try to capitalize on their favourite asset (i.e, that, which has not happened yet; aka the future) but also some good old
negativeadvertising (i.e, that, which is supposed to discredit; aka dirt) against John Kerry.
The article continues:
The president's advisers are keenly aware that the Kerry camp will accuse them of unfairly attacking the senator, but they say the public realizes that Bush has been under assault during the Democratic primaries, which has contributed to a marked decline in the president's standing in the polls.Heaven forbid! And I always thought that when you're president - be that of your own businesss or of your local chapter of the NRA (well, on second thought, maybe not there) or of the United states - that kind of comes with the job. But hey, I may be wrong.
Most striking, however, is one thing that never ceases to amaze me about the Bush team's tactics: How dumb do they think the American public is? Do they really believe that the people will go with even the stupidest political advertising that television presents them with? The fact that Americans may have detected any truth in what the Democrat candidates with their advertising have to say, or - for that matter - even like it, totally escapes them.
So, following the slightly adapted legendary last words of Marie-Antoinette If we don't have a message, let's serve them dirt
, Team Bush seems to have carefully crafted a counterinitiative in reeducation for the masses whose main ingredient is exactly that: dirt. So, watch out, America. Soon, we'll see the real John Kerry (i.e. an evil man
; aka scumbag or slimeball) flicker on our TV sets. I, for one, will keep my broom nearby.
Ab heute gibt es an dieser Stelle aktuelle Wetterinformationen aus der Stadt Eures geneigten Autors. In vielen Telefongesprächen nach Deutschland ist das gegenwärtige Wetter immer ein gern diskutiertes Thema. Und dank meines neuen gelben Wetterkastens verfüge ich künftig immer über verwertbare Celsius-Angaben und kann akkurat Rede und Antwort stehen.
Wer mit dem Internet Explorer surft, der sieht allerdings die zwei Bilder (Aktuelle Wetterlage und das Logo des Weather Channel
) mit einer garstigen Grau-Unterlage. Das rührt daher, dass der Internet Explorer leider immer noch nicht in der Lage ist, das Grafikformat PNG mitsamt Transparenz korrekt darzustellen. Ein weiterer Grund also, zum Beispiel den Browser Opera zu benutzen.
Zur Technik: Die Wetterdaten werden freundlicherweise von weather.com kostenlos als XML-Feed zur Verfügung gestellt. Ausgelesen werden sie dann mit einer selbst gebastelten Applikation mit den Funktionen der PHP XML-DOM, was mich einige Einarbeitungszeit gebraucht hat, nun aber hoffentlich funktioniert. Und schliesslich kommt bei der Darstellung (natürlich) CSS zum Einsatz. Allerdings: Auch hier hat der Internet Explorer so seine Schwierigkeiten. Die Zeile Weather data provided by weather.com
ist eigentlich kursiv.
Sagt doch mal kurz via Kommentar Bescheid, ob bei Euch alles ohne Probleme dargestellt wird.
Da boote ich einmal - so ganz gegen meine Gepflogenheit - in Windows, und fange mir prompt einen Virus ein. Gestern bat ein kleines Progrämmchen namens "msblast.exe" darum, meine Software-Firewall durch die Hintertür passieren zu dürfen. Ich lehnte ab. Die Herren am Einlass wies ich sogar an, dem Fiesling die Bits und Bytes doch bitte windelweich zu prügeln. Doch die schienen mit "msblaster" gemeinsame Sache zu machen. Denn kurz darauf gab mir mein Rechner freundlich aber mit Nachdruck zu verstehen, dass er sich anschicke, herunterzufahren. Hindern konnte ich ihn daran nicht.
Was sollte ich also tun? Nun, ich solchen Fällen weiss mein Kumpel Tomte immer Rat. Glücklicherweise hatte ich ihn gerade per ICQ an der Strippe. Kurze Instruktionen, flugs ein Entfernungs-Tool runtergeladen, Virus futsch. Thanks, Tomte.

Washington Post
oder New York Times
- echte News-Junkies lesen ihr Lieblingsblatt auch unter widrigen Umständen.
Obwohl ich nun seit über einem Jahr in Washington DC lebe, bin ich in einer Sache noch keineswegs perfekt: dem Ubahn-Origami. Ubahn-Origami ist die jahrtausende alte Kunst, eine Zeitung auf dem engsten aller Räume zu lesen, nämlich in der Ubahn zur Rush-Hour. Die alten Chinesen, die diese Kunst erfanden (damals hiess das vermutlich noch Rikscha-Origami) hätten sich wohl nie träumen lassen, zu welchen Origamistischen Höhenflügen besonders eingequetschte Leser im einundzwanzigsten Jahrhundert fähig sind. Besonders hier in Amerika, im Land des XXL, haben sich wahre Gurus entwickelt, bei denen ich mir bereits den ein oder anderen Trick abgekuckt habe.
Die wichtigste Grundtechnik ist das "halbierte Schnappschlagen, sitzend, mit Nebenmann im Mittelgewicht". Dabei wird die Zeitung mit einer schnappenden Handbewegung entlang der vertikalen Mittelfalte nach hinten umgeknickt. Etwaige Unsauberkeiten in dem resultierenden Halbfalz werden in der gleichen Bewegung simultan von hinten ausgeschlagen. Diese Technik wird vor allem angwendet, wenn der Sitznachbar (oder die Sitznachbarin) in der Ubahn von von normaler Statur ist. Die Seiten werden anschliessend mit Wiederholung der Technik umgeblättert, wobei dann oftmals die Schlagbewegung nicht mehr vollführt werden muss, da das Papier sich an den strengen Mittelfalz gewöhnt hat.
Diese Technik beherrsche ich mittlerweile sehr gut, und sie befähigt zu hohem Lesegenuss in nahezu optimalen Bedingungen.
Leider sind die Bedingungen selten optimal.
Deshalb hat sich eine weitere Technik entwickelt, die verschärften Platzrestriktionen Rechnung trägt. Sie basiert auf der oben beschriebenen Grundtechnik des halbierten Schnappschlagens und heisst bei uns Origami-Adepten "Einhändiges Vierteln mit geblättertem Freiblasen der Atemwege". Neulich erst musste ich diese Technik anwenden. Ein sehr übergewichtiger Herr setzte sich auf meinen Schoss, und ich musste vom Halbschlag aufs Vierteln umsteigen. "En surprise", kam bei bei mir noch erschwerdend hinzu, denn der Fettsack näherte sich von hinten und liess mir keine Zeit für Vorbereitung bevor er sich röchelnd neben mir nieder liess.
So faltete ich also mit Mittel- und Zeigefinger kurz oberhalb meiner Zielüberschrift die halbe Zeitung und und verstärkte dabei simultan mit Daumen und kleinem Finger die entstehende Falz. Da der Dicke neben mir mit seiner Masse die Luft auf meinen Lungen presste, sog ich schnell möglichst viel Sauerstoff ein, wissend, dass mir nur die Unruhe des nächsten Umblätterns einige wertvolle Sekunden zum erneuten Luftholen gewähren würde.
Ich litt, aber ich ich las.
Im Moment übe ich an der Königsfigur des Ubahn-Origami, dem "blinden, halbgestreiften Wanst-Falter; stehend". Das ist die Lösung fürs Grobe. In einer vollen Ubahn ohne Sitzplatz und mit Dicken von allen Seiten ist sie oft der letzte Ausweg für den täglichen Nachrichten-Genuss. Dabei wird einhändig und unter Zuhilfenahme eines benachbarten Leibes die Zeitung auf halbe Spaltengrösse geknickt. Die grösste Schwierigkeit nun besteht darin, dass ganze blind hinzubekommen, da man den Kopf nicht drehen und hinschauen kann. Ist alles in Form geknickt, wird der Zeitungsstreifen auf einer vorher wohlgeplanten Route nach oben gedrückt und in Augenhöhe positioniert.
Letzte Woche gelang es mir, diese Technik erstmalig zur Anwendung zu bringen. Schweissgebadet aber triumphierend stand ich so im Zug und las genüsslich die vier halben Zeilen eines Artikels über das Steuersystem von Nebraska, die noch lesbar waren.
Ich fuhr vierzehn Stationen zu weit. Aber für uns Ubahn-Origamisten ist das Kleinkram.
Was müssen die Fernseh-Produzenten von CBS während der gestrigen Super-Bowl Übertragung geschwitzt haben. Während die politischen Fronten lange vorher klar waren (dazu später mehr), hatten sie immer noch mit allerlei unvorhersehbarer nackter Haut zu kämpfen. Dabei haben sie doch eigentlich nur Gutes im Sinn: die Amerikanische Öffentlichkeit vor unzüchtigen Entgleisungen zur besten Sendezeit zu bewahren. Gelungen ist ihnen das ganz gut: politisch wie nackig.
Zum Super-Bowl setzen die US-Medien immer nochmal einen drauf, was Theatralik angeht. Wenn man glaubt, die Spitze des Schmalzes ist erreicht, dann strafen einen die Emcees solcherart Grossereignisse immer wieder Lügen. In diesem Falle zum Beispiel mit Hilfe der NASA. Die hatte einen prominenten Platz in der Eröffnungsfeier bekommen. Vermutlich weil der diesjährige Austragungsort Houston über einen bekannten Weltraumbahhof verfügt, und bestimmt weil Raumfahrt gerade in ist, tatsächlich aber um der Raumfahrer der im letzten Jahr verunglückten Fähre Columbia zu gedenken. Da spaziert ein Astronaut im Vollharnisch über eine Mondoberfläche aus Plastik und schwingt das Star Spangled Banner, während ein Jüngling mit Schal irgend etwas von You lift me up
trällert. Das geht ans Herz. Und ist völlig jugendfrei.
Als nächstes erklimmt die aus Houston stammende Sängerin Beyoncé Knowles die Bühne und eröffnet auch den sportlichen Teil des Spektakels standesgemäss mit der Nationalhymne. Frau Knowles, so muss man wissen, singt für gewöhnlich am liebsten fast nackig und schwingt auf MTV ihre Möpse von DC bis Unna. Gestern jedoch trat sie für ihre Hymne ganz züchtig im Kostümchen auf. Löblich, dachten sich vermutlich die CBS-Leute.
Möpse gabs dann aber später trotzdem zu sehen. Oder besser gesagt, einen. Am Ende einer Tanzeinlage der Halbzeitshow entblättert Justin Timberlake das rechte Exemplar seiner Sangeskollegin Janet Jackson. Sofort geht das Licht aus. Das ganze sieht wie ein Unfall aus, riecht aber verdächtig nach Planung. Wie dem auch sei, CBS is not amused über die Überraschung.
Denn sie hatten sich Mühe gegeben beim Nicht-Zeigen. Den Flitzer, der vor Beginn des dritten Viertels an der 30 yard-Markierung ein Tänzchen hinlegt, hatte die Live-Kamera gerade eine zehntausendstel Sekunde im linken Bildteil eingefangen, da blickt sie auch schon verschämt in eine andere Richtung. Statt dessen zeigt der Sender während der johlenden Jagd auf den Nackedei einzelne Spieler in Nahaufnahme, oder gleich das Stadion aus der Vogelperspektive mit überblendeter Statistik-Tabelle.
Von den rechten Medien wie FOX oft verschmäht, ist Moveon.org so etwas wie das Internet-Mekka der liberalen Bush-Gegner in Amerika. Durch unzählige Spenden - unter anderem von Multimillionär George Soros - hat die Organisation einiges Gewicht bekommen, und agiert als Sprachrohr für eine sich neu formierende Bewegung liberaler Amerikaner.
Den Gewinner des Werbespot-Wettbewerbs gibts auf der Homepage zu sehen.
www.moveon.org
Win dreissig Sekunden Luft machen. Unter allen Einsendungen wurde der beste Spot von einer Jury (unter anderem mit dem Filmemacher Michael Moore) und Besuchern der website ausgewählt. Der Gewinner sollte dann zur Halbzeitpause des Super-Bowl gezeigt werden. Wurde er aber nicht; CBS sagte nein.
CNN und andere Sender jedoch sagten ja und zeigten den Spot genau getimt während der Pause in Houston. So schalteten Amber, Theresa, Mike und ich bei unserem kleinen Pizza/Bier/Super-Bowl Stelldichein gestern abend flugs um und sahen den politischen Flitzer, den CBS uns nicht zeigen wollte: einen nüchternen, ernsten Spot, der durch seine Schlichtheit entwaffnet.
Genau das Gegenteil des Super-Bowls eben.