July 29, 2003

Klein- und Grosstaten auf Brandorphin

Ich habe beschlossen, meine kommende Bewerbungsphase mit einer Website einzulaeuten, auf der es einige gesammelte Werke und andere Klein- nud Grosstaten zu sehen geben wird. Das ganze wird sich auf der bekannten Domain www.brandorphin.com abspielen, auf der es jetzt die schnoede Weiterleitungsseite zu sehen gibt. Ich berichte weiter ...

Posted by Chefredaktion at 9:59 AM | Comments (0)

Photos gegen webwork

Eine Hand waescht bekanntlich die andere. Mike Morgan, ein Photograph aus D.C., und ich werden uns gegenseitig die Pranken anlaesslich meiner Hochzeits-Vorfeier im August saeubern.

Erstens: Ich bin ein armer Mann. Zweitens: Seine Website bedarf einer Generalueberholung. Na, klingelts? Um es ein wenig expliziter auszudruecken: Wir haben einen Deal vereinbart, der beinhaltet, dass ich - im Austausch gegen seine fotographischen Dienste am 23. August - seine Website ein wenig aufbohre. Win-Win nennt man das wohl. Das Bild von Amber und mir mit dicken Backen von vor ein paar Tagen entstammt uebrigens seinem Studio.

Posted by Chefredaktion at 9:54 AM | Comments (0)

July 28, 2003

Calling Dr. Paz

Heute wurde ich kurz ohnmaechtig. Und das kam so: Amber hatte fuer mich eine Arzttermin heute um 14:00 organisiert. Dort sollte ich mich fuer mein Visum einem eingehenden Gesundheitscheck unterziehen, damit ich hier nicht das ganze Land mit Krankheit und Siechtum ueberziehe.
Die Hauptsprache beim Arzt, Dr. Riverera (oder so aehnlich), war spanisch. Unwillkuerlich draengen sich dem eingefleischten Simpsons-Fan Erinnerungen an den gleichnamigen Quacksalber aus Springfield auf. Doch ich liess mich davon nicht abschrecken und nahm geduldig zwischen 58 lauten, sich pruegelnden Kindern im Wartezimmer platz. Nach einiger Zeit wurde ich erst gewogen, Blutdruck gemessen, Groesse bestimmt, Sehvermoegen getestet und einer Hoerprobe unterzogen. Dann musste ich einen Tuberkulin-Hauttest ueber mich ergehen lassen und bekam drei Roehrchen Blut abgezapft. Kurz nachdem die Schwester das dritte Gefaess vollgelaufen lassen hatte - was uebrigens unglaublich schnell ging (sie kam mit dem Befuellen kaum hinterher) - verabschiedete ich mich langsam aus dem Diesseits. Ich sagte noch kurz "I'm getting dizzy", und schickte mich an, die Augen zu schliessen. Die Dame wurde nun nervoes. Sie wedelte mit einer Ammoniak-Kapsel vor meiner Nase hin und her, deren Geruch mit wieder einigermassen zu mir kommen liess. Dann rief sie immer wieder lautstark "Dr. Paz! Dr. Paz please". Nun, so schlimm ging es mir auch wieder nicht. Der gute Dr. Paz kam schliesslich eilends in das Behandlungszimmer galoppiert und konnte das Lachen nicht verbergen. Er fuehlte kurz meinen Puls, bis ich wieder voellig normal war und murmelte irgend etwas davon, dass ich doch grosser Mensch und darueber hinaus noch Deutscher sei. Vermutlich ist unser Image nicht unbedingt eins, das sich durch besonders grosse Empfindsamkeit auszeichnet. Wieder was gelernt!

Posted by Chefredaktion at 4:32 PM | Comments (0)

July 24, 2003

DRIN

Wieder in USA. Zwar musste ich mich wieder einer separaten Inspektion bei der Einreise unterziehen, aber ich bin durch. Heute ist mein erster Arbeitstag. Langsam fuehle ich die Zeitveschiebung in den Knochen. Ich hole mir jetzt einen Kaffee. Vielleicht hat J.J. ja Lust, eine Runde zu kickern.

Posted by Chefredaktion at 1:57 PM | Comments (1)

July 21, 2003

Des Tages Lohn

Ich bin muede. Heute habe ich den ganzen Tag in Frankfurt verbracht. Dies hat mir ein neues Visum vom Konsulat und ein Flugticket fuer Mittwoch, 23.7 beschert. Mit ein bischen Glueck kann ich Mittwoch nachmittag meine Frau wiedersehen.

Posted by Chefredaktion at 9:52 PM | Comments (0)

July 18, 2003

Die vier Bordkarten

In meiner linken Gesaesstasche habe ich vier Bordkarten. Frankfurt - Kopenhagen - Washington - Kopenhagen - Frankfurt. Alle vier habe ich in den letzten vierundzwanzig Stunden gebraucht. Mein Aufenthalt in D.C. dauerte gerade mal drei Stunden und war schlicht ein Alptraum.

Gerade mal einen Tag hatte ich mit meiner jetzigen Frau Amber nach unserer Hochzeit in den USA verbracht, da flog ich am 27. Juni nach Deutschland um dort langsam aber sicher meine Zelte abzubrechen. Nachdem ich also meine Wohnung in Dortmund aufgeloest hatte und einige andere Formalitaeten erledigt hatte stieg ich am 17. Juli voller Vorfreude in einen Flieger nach Kopenhagen, um von dort nach Washington zu gelangen.

Beim Gang durch die Einreisetheken in Washington sah sich die Beamtin kurz meine Papiere an, die ich ihr ausfuehrlich erklaert und uebersichtlich ausgebreitet hatte. Dann packte sie alle Dokumente in einen roten Umschlag und wies mich an, selbigen fuer eine weitere Inspektion in ein Hinterzimmer zu bringen. Dort gab ich den Umschlag an der Theke ab, hinter der drei weitere INS-Beamten ihren Dienst versahen, und setzte mich zum Warten zu den anderen Leuten aller moeglichen Nationalitaeten.

Nach ein paar Minuten nahm sich einer der Beamten meines Umschlages an und studierte kurz meine Papiere. Dann rief er mich auf und ich trottete zum Tresen. "Nun, Mr. Sprenger, sie werden heute nicht in die USA einreisen. Ihr Visum ist nicht mehr gueltig", war sein erster Satz. Ich glaubte, mich verhoert zu haben. Er fuhr fort: "Wenn Sie Glueck habe und jetzt alles ganz schnell geht, erwischen Sie die gleiche Maschine wieder zurueck, mit der Sie gekommen sind. Da ist die letzte, die heute noch zuerueck nach Kopenhagen geht. Andernfalls werden Sie die Nacht hier in unserer Zelle verbringen muessen." Ich hatte mich nicht verhoert.

"Meine Frau wartet draussen auf mich. Ich moechte sie sehen."
"Sie koennen Ihre Frau nicht sehen. Allenfalls kurz mit ihr telefonieren."

Ich wurde fotografiert, meine Fingerabdruecke wurden genommen, ich wurde verhoert, meine Dokumente wurden beschlagnahmt. Gegen 17:00 Ortszeit brachte mich eine Eskorte von zwei INS-Beamten zum Flugzeug, das ich so erwartungsvoll vor ein paar Stunden erst verlassen hatte. Sie ueberreichten meine beschlagnahmten Dokumente dem Chefstewart mit der Order, mir selbige erst wieder auszuhaendigen, wenn wir in Kopenhagen gelandet seien. Das sind wir jetzt. Eben habe ich bei meinen Eltern angerufen, wann ich in Frankfurt ankomme. Ich bin absolut platt.

Posted by Chefredaktion at 12:13 PM | Comments (0)