February 15, 2008
Flucht in die Satelliten-Vorstadt
Das Pentagon kündigte gestern an, einen seiner kaputten Spionage-Satelliten der auf die Erde zutrudelt per Rakete abzuschießen. Zu dem Zweck geht eine Gruppe von drei Navy-Kreuzern des Typs „Aegis“ an einem geheimen Ort irgendwo auf den Meeren in Stellung. Eine Rakete namens „Standard Missile-3“ wurde, laut Pressekonferenz gestern, mit Hilfe von NASA-Wissenschaftlern eigens für den Abschuss von einem der Schiffe umgerüstet. Die Geschosse sind eigentlich für den Abschuss anfliegender, feindlicher Raketen gedacht.
Die Washington Post berichtet, dass der kugelförmige Brennstofftank des busgroßen Satelliten den Beamten im Weißen Haus und Pentagon angeblich die meisten Kopfschmerzen bereitet. Der im Durchmesser 40 Zoll große Tank mit dem giftigen Raketentreibstoff „Hydrazine“ werde beim Eintritt in die Erdatmosphäre vermutlich nicht verglühen, hieß es bei der Pressekonferenz im Pentagon.
Sollte der giftige Stoff in einem besiedelten Gebiet auf der Erde landen, könnten die austretenden Gase in einem Umkreis von zwei Fußball-Feldern zu Gesundheitsschäden führen, sagten die Verteidigungs-Beamten.
Der Spionage-Satellit gehört dem überaus geheimniskrämerischen „National Reconnaissance Office“, was soviel heißt wie „Bundesaufklärungsbüro.“ Die Damen und Herren dort kontrollieren die Armada der U.S. Spionagesatelliten, die gerade das Etikett auf unserer Bierflasche fotografieren.
Sorgen, dass sich Hunderte von chinesischen Spionen über die Überreste des Satelliten hermachen wenn das Teil im Reich der Mitte aufklatscht, haben die Amerikanischen Beamten laut Washington Post nicht. Außer dem Tank werde alle andere Elektronik restlos verbrennen, heißt es in einem Bericht von heute Morgen.
Als Laien vermuten wir, dass sich von dem was von einem solchen Satelliten eventuell auf der Erde übrigbleibt, Schlüsse darüber ziehen ließen, was genau das Teil beobachten sollte.
Sollte der Satellit seine Augen auf unser Haus gerichtet haben, würde er am 1. März sehen, wie dort ein Miet-LKW vorfährt in den wir unseren Hausrat verfrachten.
Nach nur fünfeinhalb Monaten ziehen wir aus unserem schnuckeligen Reihenhäuschen in Baltimore schon wieder aus – und zwar fluchtartig.
Unsere asozialen Nachbarn sind immer laut, schreien sich an und haben ständig alle Fernseher in Rekordlautstärke auf Talkshows an.
Wir ziehen gut 10 Meilen weiter nach Norden, gerade aus der Stadtgrenze Baltimore heraus, in den Vorort „Timonium“.
Allein, der Satellit des National Reconnaissance Office war schon seit Jahren ein funktionsunfähiger Brocken Elektroschrott. Er hatte sich nach seinem Abschuss ins All im Jahre 2006 gar nicht erst mit „All systems go“ zum Dienst gemeldet.
Posted by Chefredaktion at February 15, 2008 9:34 AMViel Erfolg!
Posted by: Guido on February 29, 2008 8:32 AMEr ist ja letztlich ins Meer geplumpst, wenn ich das
recht verstanden habe. Viel Spaß in Timonium und stell mal wieder ein Danny-Video ein, in dem mit dieser hohen Kopfstimme fistelst. Wir haben einige Wochen gelacht und brauchen neuen Stoff!
Greets to Amber
Franz Branntwein