August 11, 2003

Der Duft der Hoffnung

Meine Nase sagt mir: Es liegt was in der Luft. Politisch gesehen, meine ich. Langsam aber sicher kochen die Leichen im Keller des Herrn Bush in den Medien hoch, und die Aufschreie der liberalen Organisationen finden immer mehr Gehör. Mit Wohltuen nehme nicht nur ich zur Kenntnis, dass die Demokratischen Gegenkandidaten für die Präsidentschaftswahl 2004 nicht nur sprachlich einwandfreie Sätze bilden können, nein, Sie zeichnen sich sogar durch eine gewisse Portion Rhetorischen Geschicks und - noch wichtiger - politische Programme mit Hand und Fuß aus. Das ist neu hier Washington, wo dieser Tage die Pressekonferenzen der Regierung rar und die rednerische Fertigkeit vieler einen aktiven Wortschatz von zwei Dutzend Vokabeln nicht übersteigt. “Einer dieser neuen, besserwisserischen Hippies aus Neu-England (namens Howard Dean) geniert sich sogar nicht, einen akademischen Doktorgrad sein eigen zu nennen. Pfui!”, könnte ein Memo der derzeitigen Regierung lauten.

Ich bin gespannt, die die Dinge sich entwickeln. Wie gesagt, meine Nase sagt mir, dass etwas in der Luft liegt. Wenn sich die Demokraten nicht bis zur Wahl gegenseitig zerfleischen, und die PR-Maschinerie und Lobbyisten der Republikaner die Leute nicht für dumm verkaufen können, bin ich zaghaft zuversichtlich und verweise meine Leser auf die Seite des Demokratischen Kandidaten (John Kerry).

Posted by Chefredaktion at August 11, 2003 11:57 AM
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